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23.01.2019 / Inland / Seite 2

»Forderungen von Rheinmetall sind blanker Hohn«

Zwischen Anklagebank und Drohgebärden: Rüstungskonzerne bekommen zunehmend Gegenwind. Gespräch mit Jürgen Grässlin

Jan Greve

Seit Mai 2018 läuft vor dem Stuttgarter Landgericht der Prozess gegen fünf ehemalige Mitarbeiter des Rüstungskonzerns Heckler & Koch, darunter zwei frühere Geschäftsführer. Es geht um den Vorwurf, wissentlich Tausende G36-Sturmgewehre in bestimmte mexikanische Provinzen exportiert zu haben, obwohl eine Genehmigung dafür fehlte (jW berichtete mehrfach). In dieser Woche nun soll die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer sprechen. Rechnen Sie mit einer Verurteilung?

Ja, so muss es sein. Aus den uns vorliegenden Unterlagen und den Aussagen eines Zeugen vor Gericht geht hervor, dass auch der mitangeklagte ehemalige H-&-K-Geschäftsführer Peter Beyerle gewusst haben müsste, dass die Gewehre nicht nur nach Mexiko City, sondern auch in die sogenannten Unruheprovinzen verbracht werden. Womöglich entscheidet das Gericht aber auch ganz anders. Es könnte argumentiert werden, der Konzern habe im guten Glauben nach Mexiko City geliefert und die Verteilung der Waffen v...

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