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09.01.2019 / Sport / Seite 16

Ein Hort der Gewalt

Neuerliche rassistische Vorfälle in italienischen Fußballstadien. Progressive Fans sind auf sich gestellt

Rouven Ahl

Die alte Floskel stimmt, der Fußball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Das Erstarken von rassistischen und antisemitischen Tendenzen macht dabei auch vor den europäischen Fankurven nicht halt. In Italien kann von einer Wiederkehr des braunen Schmutzes jedoch keine Rede sein. Er wurde nie ausgewaschen. Während in vielen deutschen Stadionkurven mit dem Aufkommen linker Ultra-Gruppen vor zwei Jahrzehnten eine Art Selbstreinigungsprozess einsetzte, sind sie in Italien seit langem beliebte Treffpunkte der Neofaschisten – und damit auch ein Hort der Gewalt.

Nach dem Spitzenspiel der Serie A zwischen Inter Mailand und dem SSC Neapel am zweiten Weihnachtsfeiertag kam es in der Nähe des Stadions San Siro zu schweren Ausschreitungen zwischen den Anhängern beider Vereine, wobei vier Personen schwere Schnittwunden erlitten und ein Mensch ums Leben kam. Das Opfer Daniele Belardinelli wurde dabei von einem Auto erfasst, die genauen Umstände sind noch nicht endgülti...

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