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09.01.2019 / Titel / Seite 1

Spiel mit dem Leben

Erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan. Flüchtlingsinitiative: Behörden gefährden die Betroffenen

Ulla Jelpke

Die Zahl getöteter Zivilisten durch Krieg und Terror in Afghanistan steigt kontinuierlich – und Deutschland sorgt für weitere potentielle Opfer. Am späten Montag abend wurden vom Flughafen München aus erneut 36 abgelehnte Asylsuchende nach Kabul gebracht. An der Sammelabschiebung beteiligten sich insgesamt acht Bundesländer, die Mehrzahl der Abgeschobenen hatte zuletzt in Bayern gelebt.

Während die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl den Behörden vorwarf, sie nähmen mit der Abschiebung eine »Gefahr für Leib und Leben der Abgeschobenen« in Kauf, verwies das Bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen darauf, dass Abschiebungen »wieder ohne Einschränkung möglich« seien. Tatsächlich hatte die Bundesregierung schon im Frühjahr vorigen Jahres eine bis dahin geltende Einschränkung, ausschließlich sogenannte Gefährder, Straftäter und Integrationsverweigerer abzuschieben, aufgehoben. Seither muss jeder ausreisepflichtige Afghane die Abschiebung fürchten....

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