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07.01.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Gas oder Staat

Traditioneller Preisstreit zwischen Russland und Belarus wird prinzipiell

Reinhard Lauterbach

Noch Anfang Dezember sah es so aus, als würde der regelmäßig aufflammende Streit um die Preise für russische Öl- und Gaslieferungen an Belarus wie immer ausgehen: mit russischen Zugeständnissen und belarussischen Bekenntnissen zur Bruderschaft beider Staaten. Doch als beim Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsunion in St. Petersburg der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko eine Einigung über den Gaspreis zum Kriterium für den Fortgang der Integration beider Staaten machte, geschah etwas Unerwartetes. Russlands Präsident Wladimir Putin drehte den Spieß um. Nur reale Fortschritte in der bereits 1999 vereinbarten Integration beider Länder böten die Grundlage für eventuelle russische Preisnachlässe. Seitdem sind drei weitere, offenbar ad hoc vereinbarte, Gipfeltreffen in der Angelegenheit vergangen, aber über eine Einigung in der Sache ist nichts bekannt geworden. Am 30. Dezember verließ Lukaschenko Moskau augenscheinlich im Zorn und versetzte Putin sog...

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