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04.01.2019 / Inland / Seite 8

»Rechtsmotivierte Taten auch als solche kennzeichnen«

Vom Nachbarn erstochen: Erinnerung an Opfer rechter Attacke vor zehn Jahren in Bayern. Gespräch mit Franziska Mamitzsch

Sebastian Lipp

Wenige Tage vor Weihnachten jährte sich die Verurteilung des bekennenden Rechten Alexander B. zum zehnten Mal. Worum ging es in dem Fall?

In der Nacht zum 26. April 2008 beschwerte sich Peter Siebert im bayerischen Memmingen über die laute Rechtsrock-Musik, die sein Nachbar Alexander B. hörte. Dabei sprach er auch die rechte Gesinnung von B. an – die beiden stritten sich nicht zum ersten Mal aus diesem Grund. B. ist damals auch bei der Polizei als »Rechtsextremist« bekannt gewesen. Im Laufe des Streits drang B. in die Wohnung von Siebert ein, verfolgte ihn mit einem Bajonett und erstach ihn schließlich.

Was genau kritisieren Sie an dem Urteil?

Der Täter wurde 2008 wegen Totschlags zu acht Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der Prozess dauerte nur einen Tag. Eine rechte Motivation für die Tat wurde damals nicht in Erwägung gezogen. Das hätte ein anderes Urteil und damit ein anderes Strafmaß zur Folge gehabt. So wurde dem Fall in der Öffentlichkeit ve...

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