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21.12.2018 / Feuilleton / Seite 10

Fuck me, Goethe

Rosa von Praunheim seziert die »Männerfreundschaften« so einiger Klassiker

Maximilian Schäffer

»Die Helden der deutschen Klassik werden ohne jeden Zweifel als strikt heterosexuell dargestellt, und selbst heute wird dieses Bild an Gymnasien und Universitäten fortgeschrieben!« klagt Rosa von Praunheim (76) mit Barockperücke im Seidengewand. Dies gilt es selbstverständlich zu korrigieren, und davon handelt der neue Film des in Berlin lebenden unermüdlichen Filmemachers.

Praunheim geht in »Männerfreundschaften« den schwulen Leidenschaften der heute höchstens mit stilsicherer Züchtigkeit konnotierten Dichtergrößen des 18. und 19. Jahrhunderts auf den Grund. Goethe, Schiller, Kleist, Heine – alles warme Brüder? Historiker und Autoren, Schauspieler und Aktivisten nehmen sich Primär- und Sekundärliteratur der Untersuchspersonalia an, um ein für allemal zu klären, ob es sich bei den Schwärmereien der maskulinen Aristokratie füreinander lediglich um blumige Freundschaftsgesten oder gar um heiße Liebesphantasien handelte.

Im Film ist eine Collage...

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