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19.12.2018 / Inland / Seite 4

Behördenwirrwarr in Hanau

Gewöhnlicher Irrsinn im »Sozial«staat: Erst Leistungen gestrichen, dann von Amt zu Amt gejagt

Gitta Düperthal

»Ja, soll ich denn Steine essen?« fragt Mehmet Ücdere entsetzt. Ein Weihnachtsgeschenk für seinen 15jährigen Sohn zu kaufen, könne er sich nicht mehr leisten. 25 Jahre lang war der 62jährige in einer Druckerei tätig. Nun steht er kurz vor der Rente, ist krank, seit dem 23. Juli 2017 arbeitslos – und dann das: Seit dem 24. Oktober erhält Ücdere kein Arbeitslosengeld mehr. Er habe nicht »hinreichend mitgewirkt«, teilte ihm die Arbeitsagentur in Frankfurt am Main mit Schreiben vom 19. Oktober mit – weil er »keine Leistung zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragt« habe.

Dabei handelt es sich offenbar um ein Missverständnis mit weitreichenden Folgen. Tobias Huth, Hanauer Gewerkschaftssekretärs beim DGB und mit dem Fall vertraut, berichtete am Dienstag im Gespräch mit junge Welt, die zuständige Mitarbeiterin der Arbeitsagentur in Hanau habe ihm gegenüber behauptet, Ücdere seit März mehrere Schreiben zugeschickt zu haben. Dari...

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