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04.12.2018 / Feuilleton / Seite 10

Macbeth ist langweilig

Blutrausch war mal spannender: Michael Thalheimer inszeniert Heiner Müllers »Macbeth«-Bearbeitung am Berliner Ensemble pflichtschuldig als Gewaltorgie

Jakob Hayner

Es ist ein einziges Schlachten. Aus dem Nebel tritt Ingo Hülsmann als König Duncan, die Hände blutig, die Krone noch auf dem Kopf. Das soll sich bald ändern, denn sein Heerführer Macbeth, der gerade noch für den König einen Aufstand in der Provinz niedergeschlagen hat, sieht es nun nicht mehr ein, das Schwert für den Thron zu führen, auf dem ein anderer sitzt. Also legt er Hand an den Regenten und setzt sich selbst die Krone aufs Haupt. Die rätselhafte, aber ermunternde Prophezeiung dreier nackter und blutüberströmter Gestalten bekräftigt ihn in seinem Vorhaben. Warum sollte er, der für die Macht mordet, nicht in den Genuss ihres Besitzes kommen? Warum sollte der nichtsnutzige Sohn des Königs Thronfolger werden? Michael Thalheimers »Macbeth« am Berliner Ensemble ist ein düsteres Stochern im Nebel. Als Vorlage dient die Fassung Heiner Müllers, der das Shakespearsche Drama mit ein paar weiteren Grausamkeiten anreicherte. Da wird dann auch mal der Nachtwächt...

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