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28.11.2018 / Ausland / Seite 7

Nicht willkommen

Saudischer Kronprinz Mohammed bin Salman wird bei Suche nach Verbündeten mit Protest empfangen. Zwischenstopp in Tunis

Sofian Philip Naceur, Kairo

Selten hat der Besuch eines ausländischen Staatsgastes in Tunesien für derart viel Kritik gesorgt wie die am gestrigen Dienstag begonnene Visite des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MBS) in Tunis. Aktivisten, Journalisten und Anwälte haben demonstrativ klargemacht, dass bin Salman in Tunesien nicht willkommen ist. Vor allem Tunesiens Journalistengewerkschaft SNJT machte mobil gegen den Besuch und bezeichnete den Kronprinzen als »wahren Feind der freien Meinungsäußerung«. In einem offenen Brief an Tunesiens Staatspräsident Béji Caïd Essebsi nannte die SNJT den Prinzen eine Gefahr für die Sicherheit und den Frieden in der Region und der Welt und forderte die Absage des Besuches.

Am Hauptsitz der Gewerkschaft in Lafayette, einem zentralen Viertel von Tunis, hängt seit Tagen ein überdimensionales Banner, auf dem MBS mit einer Kettensäge in der Hand zu sehen ist – eine unmissverständliche Andeutung auf die Ermordung des saudischen Journalisten Dscha...

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