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21.11.2018 / Ausland / Seite 7

Paris spielt Kolonialmacht

Französische Truppen landen in Gabun. Angespannte Lage nach Verfassungsänderung

Ina Sembdner und Joaquín Mbomio Bacheng

Paris verstärkt die Präsenz seiner Armee im zentralafrikanischen Gabun. Am vergangenen Donnerstag landeten 110 Soldaten der französischen Armee in der Hauptstadt Libreville. Ein Sprecher der französischen Militärstützpunkts »Camp de Gaulle« wies gegenüber dem Onlineportal Matin d’Afrique jedoch zurück, dass es sich um einen Ausbau der Präsenz handele. Es gehe um »eine Nachfolgemission. In dieser Zeit werden häufig Ablösungen vorgenommen«. Auf der Grundlage von Abkommen aus den Jahren 1960 und 2011 sind dauerhaft 900 französische Soldaten in Gabun stationiert.

Der tatsächliche Grund für das Manöver der Franzosen ist jedoch offenbar die derzeitige Vakanz des Präsidentenpostens. Die militärischen Kräfte, die jetzt in Gabun landeten, sind darauf trainiert, Aufstände der lokalen Bevölkerung zu unterdrücken. Sie patrouillieren durch die Straßen Librevilles und beziehen an strategischen Punkten Position.

Gabun ist der Dreh- und Angelpunkt französischer Interesse...

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