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24.11.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein Ende der Krise

Zwischenbilanz nach drei Monaten Wirtschaftsreform: Venezuela steckt weiter in der Inflation fest

Ainarú Añez, Caracas

In Venezuela wächst auch bei Angestellten des öffentlichen Dienstes der Unmut über die anhaltende Hyperinflation. Am Dienstag gingen Beschäftigte des Außenministeriums in Caracas auf die Straße, um dagegen zu protestieren, dass ihre Vorgesetzten abgeschlossene Tarifverträge missachten. Der Gewerkschafter José Patines sagte dem Onlineportal Aporrea, die Angestellten hätten für ein Jahr Arbeit nur 7.000 bis 8.000 Bolívares erhalten. Nach dem offiziellen Wechselkurs wären das zwischen 85 und 97 Euro. Auch dem Nahverkehr in Caracas droht der Kollaps. Rund 1.000 Angestellte haben nach offiziell nicht bestätigten Berichten in den vergangenen Tagen ihre Kündigung eingereicht. Der Unmut entzündete sich demnach daran, dass die übliche Gewinnbeteiligung in diesem Jahr so gering ausgefallen sei, dass sie durch die Inflation wertlos sei. Anfang der Woche kam es bereits zu tagelangen Ausfällen bei U-Bahn und Bus, so dass Tausende Caraqueños zu stundenlangen Fußmärsche...

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