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20.11.2018 / Inland / Seite 5

Strafen statt Hilfe

»Monitor Jugendarmut«: Staat schikaniert armutsgefährdete Heranwachsende. Gesellschaftliche Ursachen ausgeblendet

Susan Bonath

Ihre Chancen auf Bildung und Arbeit sind gering, jedes Scheitern bringt sie in finanzielle Zwangslagen, ständig sind sie vom Abstieg bedroht, und anstatt zu helfen, droht der Staat mit Repressionen: Mehr als ein Viertel der unter 25jährigen, mindestens 3,4 Millionen, leidet in der BRD unter Armut, ihr zu entrinnen ist für die Betroffenen oft kaum möglich. Im Gegenteil: Ihre prekäre Ausgangslage ist oft Ursache für viele weitere Probleme. Das konstatiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) in ihrem aktuellen »Monitor Jugendarmut 2018«, den sie am Freitag in Gelsenkirchen vorgestellt hat.

Der Staat behandele die Zeit der Jugend einseitig als Phase der Qualifizierung für den Arbeitsmarkt, kritisieren die Autoren. Er berücksichtige nicht, dass der Zeiraum zwischen 14 und 24 Jahren »vor allem eine Zeit der Selbstpositionierung und Verselbständigung« sei. »In dieser Phase werden wichtige Weichen für den weiteren Lebensweg gest...

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