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26.11.2018 / Thema / Seite 12

Ein vergessener Klassiker

Vor 50 Jahren starb der Schriftsteller Arnold Zweig. In der DDR wurden die Bücher des sozialistischen Humanisten viel gelesen

Christel Berger

Es ist sehr still um ihn geworden. Wusste in der DDR jedes Schulkind vom Sergeanten Grischa zu erzählen, der im Ersten Weltkrieg erschossen worden war, kennen heutige Leser den Autor oft nicht einmal mehr dem Namen nach. Der »Streit um den Sergeanten Grischa« stand dort im Lehrplan. Und während es unstrittig ist, dass Thomas Mann, der freilich heute auch nicht mehr allzu oft gelesen wird, ein Klassiker der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts ist, schweigen die Feuilletons der meisten Zeitschriften und Zeitungen schon lange, wenn es um Arnold Zweig geht. Auch vom 1996 begonnenen ehrgeizigen Projekt einer 27bändigen Werkausgabe im Aufbau-Verlag hört man wenig. Zu wenig Interessenten? Kein Geld?

Liegt es daran, dass Zweig nur in der DDR als Klassiker gefeiert wurde und er sein Bekenntnis zu diesem Staat nie zurücknahm? Vielleicht ist er auch nur vergessen, weil seine Romane – voller Geschichten, Weltbetrachtung und Wissen – zu anspruchsvoll sind und sic...

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