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17.11.2018 / Inland / Seite 4

Von Verboten keine Kenntnis

Angeklagte im Heckler-&-Koch-Prozess will von Waffenexportbegrenzung für Lieferungen nach Mexiko nichts gewusst haben

Tilman Baur, Stuttgart

Wer bei Heckler & Koch wusste von verbotenen Waffenlieferungen? Eine der fünf Angeklagten anscheinend so gut wie gar nichts. So zumindest hat die ehemalige Mitarbeiterin der Oberndorfer Waffenschmiede am Donnerstag vor dem Stuttgarter Landgericht ihre eigene Rolle dargestellt.

Der seit Mai laufende Prozess soll klären, ob Heckler & Koch (H & K) zwischen den Jahren 2006 und 2009 G36-Sturmgewehre rechtswidrig in umkämpfte mexikanische Provinzen geliefert und damit gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen hat. Aufschluss darüber soll unter anderem interner E-Mail-Verkehr geben.

Die Aussage von Marianne B., ehemals Sachbearbeiterin, hatte zwar keine direkte verfahrensrechtliche Relevanz, aber sie gewährte Einblick in interne Abläufe bei Heckler & Koch. Die Zeit nach ihrer Entlassung bezeichnete B. als »physisches, psychisches und finanzielles Desaster«. Laut eigener Aussage hatte sie sich nichts zuschulde...

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