Gegründet 1947 Dienstag, 21. Januar 2020, Nr. 17
Die junge Welt wird von 2218 GenossInnen herausgegeben
16.11.2018 / Ausland / Seite 2

»Müssen EU auf neue Füße stellen«

Krisenhafte Entwicklungen in Europa häufen sich. Kritik an gemeinsamer Armee als vermeintlichem Integrationsprojekt. Gespräch mit Judith Benda

Jan Greve

In der EU rumort es: Über den »Brexit« und die italienischen Haushaltspläne wird viel geschrieben, ebenso über eine »europäische Armee« und weitere Aufrüstung an den Außengrenzen. Welche dieser Entwicklungen ist aus Ihrer Sicht die bedrohlichste?

Wir müssen aktuell feststellen, dass die Lage für die Mehrheit der Menschen in der Europäischen Union sehr ernst ist. Als Linke haben wir mal gesagt: Wer Europa retten will, muss die EU neu gründen. Das ist heute aktueller denn je. Die militärischen Aufrüstungsmanöver sind besonders besorgniserregend, etwa wenn von einer EU-Armee gesprochen wird. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der eine solche vehement fordert, ist ein falscher Impulsgeber für Europa. In seinem eigenen Land hat er, wie wir wissen, den Musterschüler gespielt und die »Agenda 2010« auf die französischen Verhältnisse umgemünzt, indem er die Axt an den Sozialstaat angelegt hat. Nun im Zusammenspiel mit Deutschland ein militärisches Kerneuropa a...

Artikel-Länge: 4425 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €