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14.11.2018 / Ausland / Seite 8

»Auch Erzieherinnen haben Kriegsgreuel erlebt«

Organisation schult Lehrkräfte im kurdischen Kobani für Arbeit mit traumatisierten Kindern. Ein Gespräch mit Thomas Lutz

Gitta Düperthal

Sie waren vom 20. Oktober bis 6. November in Rojava in Nordsyrien, auch um das Lehrpersonal in Kobani im Umgang mit kriegstraumatisierten Kindern zu schulen. In diesem Zeitraum hat die Türkei die Region unter kurdischer Selbstverwaltung mehrfach angegriffen. Welche Situation haben Sie vorgefunden?

Nach mehr als sieben Jahren Krieg gegen die Türkei, den »Islamischen Staat« und dschihadistische Banden prägen Flucht und Vertreibung das Leben. Weder die Kinder noch die Erwachsenen kommen zur Ruhe. Jede Kampfhandlung an den Grenzen von Rojava löst erneut Unsicherheit, Furcht vor Vertreibung, vor weiteren Toten unter den Angehörigen und eigene Todesangst aus. Ein Mädchen wurde von Scharfschützen gezielt in den Kopf geschossen; Bauern müssen unter Lebensgefahr ihre Ernte einbringen.

Das sind Terrormethoden. Der Beschuss der Türkei auf Dörfer an der Grenze nahe Kobani, auf Serekaniye (arabisch: Ras Al-Ain, jW), Gire Spi (Tel Abjad, jW) und Tirbespi (Kahtanija, jW...

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