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08.11.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Alle wollen Sieger sein

Niemand kann den Ausgang der Kongresswahlen in den USA ernsthaft für sich reklamieren

Ingar Solty

Die Zwischenwahl in den USA kennt offenbar nur Sieger. Sowohl die Parteiführung der Demokraten wie auch der Republikaner reklamierten den Ausgang der Abstimmung jeweils für sich. Die bisherige demokratische Fraktionsvorsitzende im Repräsentantenhaus Nancy Pelosi sprach von einem Sieg für das von Barak Obama eingeführte und seinem Amtsnachfolger Donald Trump am liebsten abzuschaffende Gesundheitssystem und für die Minderheiten im Land. Das Bild von den »Vereinigten Staaten« gegen die »gespaltenen Staaten« war ein häufig bedientes Wahlkampfbild der Demokraten. Aber auch die Republikaner verbuchten den Sieg für sich. In seinem ersten Tweet um kurz nach 23 Uhr Ostküstenzeit schrieb Trump: »Großartiger Erfolg heute Abend. Danke an alle!« Seine Pressesprecherin Sarah Sanders sprach von »historischen Zugewinnen im Senat«. Die Politanalystin Amy Walter bilanzierte trocken, das sei eine »Such-dir-Deine-Erzählung-selbst-aus«-Wahl.

Trump wollte den Wahlgang angesich...

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