11.01.2003 / Ausland / Seite 7

Wer ist antiamerikanisch?

Repressionen gegen fortschrittliche Kräfte haben in den USA eine lange Tradition

Mumia Abu-Jamal

Was heißt das eigentlich, ein Amerikaner oder eine Amerikanerin zu sein? Gerade in diesen Tagen, in denen das ganze Land auf einen Krieg zusteuert, beschäftigt diese Frage viele Menschen landauf, landab.

Eine Garde proimperialistischer Schreiberlinge von der Rechten bis zu sogenannten Linken wird nicht müde, den Vorwurf herunterzubeten, viele von denen, die sich aus Überzeugung dem Lager der Kriegsgegner angeschlossen haben, seien »antiamerikanisch«. Natürlich sehen sich die Urheber dieses Vorwurfs nicht genötigt, Begründungen zu liefern, denn sie können vom stillschweigenden Einverständnis vieler ihrer Leserinnen und Leser ausgehen. Aber diese Beschuldigung hat schon eine lange Geschichte in den USA und fordert deshalb dringend eine Antwort heraus.

Vor einigen Jahrzehnten stellte sich der US-Kongreß vor die selbstgewählte Aufgabe, genau zu definieren, was »Antiamerikanismus« ist, und setzte das berüchtigte HUAC ein – das House Un-American Activitie...



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