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20.10.2018 / Inland / Seite 4

Auftritt »verheerend«

Untersuchungsausschuss zu Berliner Terroranschlag: »Umfeld« heißt laut Verfassungsschützer nicht, was sich normale Menschen darunter vorstellen

Claudia Wangerin

Zwei Aussagen wiederholte der Geheimdienstler mit dem Decknamen Thilo Bork am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz mehrfach: »Wir waren im Umfeld von Anis Amri nicht mit einer Quelle vertreten« und »Mehr kann ich dazu in der eingestuften Sitzung sagen«.

Bork, seit 2015 Referatsgruppenleiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und zuständig für V-Mann-Einsätze im Bereich Islamismus, betonte gleich zu Beginn, seine Behörde habe »nichts falsch gemacht«, soweit er das beurteilen könne. Vor dem Lkw-Attentat am 19. Dezember 2016, das insgesamt zwölf Tote gefordert hatte, war der kurz darauf als Täter identifizierte Tunesier Amri demnach aus amtlicher Sicht »einer von vielen«, die als islamistische »Gefährder« eingestuft worden waren. Obwohl in seinem Fall konkrete Hinweise auf Anschlagspläne vorlagen und es in elf Besprechungen im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) von Bun...

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