17.10.2018 / Thema / Seite 12

»Manche Tat schreit ewig«

Im Herbst 1943 begann die Befreiung Belorusslands von den deutschen Besatzern – eine Erinnerung an den Maler Michail Sawizki

Peter Michel

»Auf jedem Menschen liegt der Widerschein der Geschichte; den einen trifft er mit glühendem, versengendem Licht; bei anderen nimmt man ihn kaum wahr, so schwach ist er; getroffen aber werden alle davon. Die Geschichte lodert wie ein gewaltiges Feuer, und jeder von uns gibt sein Reisig dazu.« So beginnt der Roman »Widerschein des Feuers« von Juri Trifonow. Seine Schlussworte lauten: »Das Feuer brennt und lodert und wirft seinen Schatten auf unsere Gesichter, und es wird seinen Schein auch auf unsere Kinder werfen und auf jene, die nach ihnen kommen …«

Niedergebrannt und zerstört

Erst im Juni 2018 wurde im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Gelände einer ehemaligen Erschießungsstätte im Wald von Blagowtschina, die zum deutschen Vernichtungslager im belorussischen Maly Trostenez gehörte, eine Gedenkstätte für die dort ermordeten Juden aus dem Ghetto von Minsk, aus Deutschland, Österreich und dem heutigen Tschechien eröffnet. Auch Par...

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