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16.10.2018 / Feuilleton / Seite 8

»Viele Leser interessieren sich für die Revolution«

Kubanische Verlage waren mit einer Delegation auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Ein Gespräch mit Susana Camino

Anselm Lenz

Was ist das Besondere an der kubanischen Literatur?

Das Herz. Wir Kubaner können nicht ohne das Herz, es ist das Wichtigste für uns überhaupt. Wir brauchen das Herz und die Herzlichkeit wie den Sauerstoff zum Atmen – und so ist auch die Belletristik bei uns, aber eben im besten Sinne. Wir haben viele kluge weibliche Schriftstellerinnen in Kuba, ich will deshalb unbedingt Carilda Oliver nennen, die vor kurzem gestorben ist. Sie war eine unserer bedeutendsten Dichterinnen. Bei ihrem Tod trauerte das ganze Land. Die Kubaner sind ein Volk der Leser, unsere Buchmesse in Havanna ist legendär.

Wofür interessierten sich in diesem Jahr die Besucher der Frankfurter Buchmesse besonders?

Es gibt viele Leser, die sich für Ché Guevara und die Revolution interessieren. Andere interessieren sich für Kinderbücher aus Kuba oder für Landkarten. Und dann gibt es Menschen in Europa, die sich ein umfangreiches Bild von unserem Land gemacht und bereits umfangreiche Kenntnisse d...

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