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16.10.2018 / Thema / Seite 12

Der Antikommunist

Mann der USA und erbitterter Gegner der sozialistischen Regierung in Polen. Vor 40 Jahren wurde Karol Wojtyla zum Papst gewählt

Gerhard Feldbauer

Inmitten der Blockkonfrontation konnte nicht gleichgültig sein, wie sich das Oberhaupt der katholischen Kirche zur Welt verhielt. Der Kurienhierarchie empfahl sich, für einen Papst zu sorgen, an dessen Haltung zur Politik der USA bzw. der NATO kein Zweifel bestand. So einer wie Angelo ­Giuseppe Roncalli, der den Namen Johannes XXIII. trug und zwischen 1958 und 1963 den Heiligen Stuhl bekleidete, sollte ihnen nicht noch einmal unterkommen. Dieser Papst hatte eine Liberalisierung der Kirche veranlasst, die Versöhnung mit den Juden angestrebt, den Dialog mit dem Osten gefördert, sich gegenüber den Interessen der »dritten Welt« aufgeschlossen gezeigt und sich für eine Lockerung der Blockkonfrontation wie auch für die Friedenssicherung ausgesprochen. Mit Paul VI. (1963–1978) folgte ihm dann allerdings ein Papst, der als Kardinal Giovanni Battista Montini mit den US-Geheimdiensten zusammengearbeitet hatte und an der Organisation der Fluchthilfe für Nazikriegsve...

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