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12.10.2018 / Titel / Seite 1

Testfall Chemnitz

Mobilisierung rechter Gewalttäter: Nach den Menschenjagden häufen sich Übergriffe durch Neonazis in der sächsischen Stadt

Peter Schaber

Nachdem Ende August und Anfang September in Chemnitz Tausende Faschisten die Straßen der drittgrößten Stadt Sachsens unsicher gemacht hatten, übten sich Behörden- und Regierungsvertreter wochenlang in der Verharmlosung der Neonaziaufmärsche. Bundesinnenminister Horst Seehofer nannte statt dessen Migration die »Mutter aller Probleme«, der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, zog Augenzeugenberichte über tätliche Angriffe durch Neonazis in Zweifel, Sachsens Ministerpräsident behauptet nach wie vor, es habe keine Hetzjagden gegeben.

Durch Recherchen von Medien und antifaschistischen Gruppen wurde seitdem deutlich, dass diese Behauptungen nichts mit der Realität zu tun haben. Wie die Freie Presse in dieser Woche berichtete, kam es am 1. September – nach einem von der AfD und Pegida veranstalteten »Trauermarsch« – zu organisierten Angriffen auf Teilnehmer einer linken Gegenkundgebung. Einer der Betroffenen sagte dem Blatt, aus einer Gr...

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