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02.10.2018 / Thema / Seite 12

In die Menge geschossen

Zwar gilt das Massaker vom 2. Oktober 1968 in Mexiko mittlerweile offiziell als staatliches Verbrechen, vollständig aufgeklärt ist es aber nicht – die Täter blieben ungestraft

Héctor Jiménez Guzmán

Die Mexikanische Revolution begann 1910 als bewaffnete Rebellion gegen die Diktatur des Langzeitpräsidenten Porfirio Díaz. Sie mündete in die Herrschaft des Partido Nacional Revolucionario, das sich 1946 in Partido Revolucionario Institucional (PRI) umbenannte und Mexiko über 70 Jahre lang kontrollierte. War das Land eine Zeitlang durch Instabilität gekennzeichnet, so zweifelte Ende der 1960er Jahre fast niemand mehr am Erfolg der Mexikanischen Revolution. Es war die Zeit des Milagro Mexicano, des mexikanischen Wunders. Der Optimismus speiste sich aus zwei Quellen: einem bemerkenswerten Wirtschaftswachstum sowie einer oberflächlichen gesellschaftlichen Stabilität.

Der ökonomische Aufstieg war so unbestreitbar, dass das Internationale Olympische Komitee Mexiko-Stadt als Austragungsort der Olympischen Spiele für das Jahr 1968 auswählte. Das sportliche Großereignis war die perfekte Chance für die Regierung, der Welt ein modernes und wohlhabendes Land zu präs...

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