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21.09.2018 / Thema / Seite 12

Deutsche Zustände

Die Chemnitzer Hetzjagd hat eine Vorgeschichte. Neonazis und andere Rassisten sind im Freistaat seit langem bestens organisiert

Ulrich Peters und Moritz Eluek

Die sächsische Stadt Chemnitz ist nach der Tötung des 35jährigen Daniel H. in der Nacht zum 26. August Schauplatz rassistischer Proteste geworden, die bundesweit Beachtung fanden. Parallel zu den in Chemnitz weiter stattfindenden rechten Großdemonstrationen mobilisierte die Neonaziszene nach dem Tod eines jungen Mannes im sachsen-anhaltischen Köthen auch dort zu sogenannten Trauermärschen. Neben organisierten Neonazis, Politikern der »Alternative für Deutschland« (AfD) und Netzwerken wie »Ein Prozent« traten dabei besonders rechte Hooligans in Erscheinung.

»Köthen ist überall«

Für einen geplanten rechten Aufmarsch am 29. September in Köthen ist u. a. die Band »Kategorie C« angekündigt. In ihrem Lied »Köthen ist überall« heißt es: »Köthen, Kandel und Chemnitz / Verbrechen an jedem Tag / Haltet zusammen, gemeinsam sind wir stark / Nehmt es nicht hin, leistet alle Widerstand / Auf dass der Wind sich dreht in diesem, in diesem schönen Land!«. Derselbe So...

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