21.09.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Ziemlich beste Freunde

Ungarns Regierungschef Viktor Orban und Russlands Präsident Wladimir Putin geben sich als Verbündete. Es ist eine taktische Allianz

Reinhard Lauterbach

Als Anfang dieser Woche die polnisch-kroatisch inspirierte »Drei-Meere-Initiative« in Bukarest tagte, fehlte auf diesem Treffen proamerikanischer Politiker Ostmitteleuropas einer, der eigentlich dazugehörte: Ungarns Regierungschef Viktor Orban. Strenggenommen gehörte er natürlich nicht dazu, denn die Initiative ist ein Format der Staatsoberhäupter. Aber es fiel trotzdem auf, dass sich Orban gleichzeitig ausgerechnet in Moskau aufhielt. Damit ging ein politischer Flirt in eine neue Runde, der den liberalen Publizisten in Ostmitteleuropa schon seit langem den Schweiß auf die Stirn treibt: der »Populist« Orban in den Armen des »Diktators« Putin, so die offizielle Lesart; eine potentielle Bresche in der »euro-atlantischen Solidarität«, zu der der Mainstream die osteuropäischen EU-Staaten verpflichtet sieht. Trotzdem kein böses Wort, statt dessen allein seit Beginn dieses Jahres schon drei Spitzentreffen zwischen Orban und Putin.

Natürlich hat diese Nähe ihre ...

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