13.09.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Gescheiterte Hoffnung

Wie ein Friedensabkommen die Chance auf einen Palästinenserstaat zerstören half

Knut Mellenthin

Am 13. September 1993 – heute vor 25 Jahren – unterzeichneten der israelische Premierminister Jitzchak Rabin und der Vorsitzende der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, Jassir Arafat, im Weißen Haus in Washington die »Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung«. Üblicherweise wird sie kurz als »Oslo I« bezeichnet, weil ein großer Teil der vorausgegangenen Verhandlungen in der norwegischen Hauptstadt stattgefunden hatte und weil am 28. September 1995 ein weiteres Abkommen, »Oslo II«, folgte.

Oslo I war das erste schriftliche Abkommen, das jemals zwischen Israel und der Palästinenserführung geschlossen wurde. Vorausgegangen war das Austausch zweier Briefe: Während die PLO darin die Existenz des zionistischen Staates anerkannte, erklärte die israelische Regierung lediglich die Anerkennung der PLO als Vertreterin des palästinensischen Volkes und Verhandlungspartnerin.

Israel hat bis heute das Recht der Palästinenser auf einen eigen...

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