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12.09.2018 / Ausland / Seite 7

Wirtschaftskrieg beenden

UN-Menschenrechtsrat diskutiert Lage in Venezuela. USA verhandeln mit Putschisten. Experte vergleicht Sanktionen mit Chile 1973

André Scheer

Seit dem 1. September ist die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet neue UN-Hochkommissarin für Menschenrechte. Ihren ersten großen Auftritt hatte sie am Montag in Genf, als sie die Tagung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen leitete und den Bericht ihres Amtsvorgängers Seid Al-Hussein offiziell vorlegte. Der Jordanier – ein Mitglied der haschemitischen Königsfamilie – war in seiner Amtszeit durch scharfe Angriffe auf die Regierung Venezuelas aufgefallen, worauf Caracas nicht weniger kräftig reagierte. So bezeichnete Präsident Nicolás Maduro Al-Hussein während einer Rede im März als »Aktivisten der faschistischen Rechten« und verglich ihn mit einem »Tumor«, der im Auftrag der USA die Vereinten Nationen von innen zerstören solle. Auch den im Juni bekanntgewordenen Bericht des UN-Funktionärs wies Caracas als technisch mangelhaft und voreingenommen zurück. Al-Hussein habe erneut gezeigt, dass er ein »Komplize der vielfältigen Aggression...

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