13.09.2018 / Feuilleton / Seite 10

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Thomas Wagner

Die Leitung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich hat Konsequenzen aus dem Skandal um Datenmissbrauch durch Facebook gezogen. Der ORF kündigt an, sich aus Social-Media-Netzwerken zurückzuziehen. Der stellvertretende Direktor für Technik, Online und neue Medien des Senders, Thomas Prantner, sagte laut FAZ (23.6.2018): »Facebook war nie ein Freund von irgend jemandem, außer vielleicht von Börsianern.« Angekündigt wurde, die Präsenz des ORF auf Facebook – bislang rund siebzig Auftritte – um achtzig Prozent zu reduzieren.

Das käme einem rapiden Kurswechsel gleich, denn bislang waren die Weichen noch ganz anders gestellt. Als ich im Sommer 2017 mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz auf einem Podium über das Thema »Verantwortung in der digitalen Welt« diskutierte, schien dieser die Präsenz seiner Anstalt auf privaten Onlineportalen eher noch ausweiten zu wollen. Sein Argument: Nur so könnten jüngere Menschen von den Angeboten des öffentlichen R...

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