01.09.2018 / Ausland / Seite 7

Bedenkzeit vor Angriff

Der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Syrien, Staffan de Mistura, setzt weiterhin auf Verhandlungen

Karin Leukefeld, Damaskus

Der Angriff der syrischen Streitkräfte auf die Dschihadisten in Idlib verzögert sich. Unterdessen hat sich der UN-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, am Donnerstag in Genf zu Wort gemeldet. »Warum solche Eile, warum soll man sich nicht mehr Zeit lassen, für Diskussionen, besonders unter den Garantiemächten von Astana?« erklärte er in Richtung Russland, Iran und Türkei. »Sie sind diejenigen, die ursprünglich die Garantien für dieses letzte, dichtbesiedelte Deeskalationsgebiet gaben.«

Der UN-Diplomat warnte zudem vor einer »humanitären Katastrophe«, sollte es jetzt zu einem Angriff auf die Provinz kommen. »Wohin sollen die Menschen gehen, es gibt kein zweites Idlib«, sagte er. De Mistura verwies auf die Situation von rund 500.000 Zivilisten, die als Familienangehörige, Unterstützer oder auch als »Weißhelme« seit Ende 2016 mit Dschihadisten aus anderen Landesteilen nach Idlib gekommen waren. Hinzu kommt rund eine Million Inlandsvertriebene. Vor...

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