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31.08.2018 / Ausland / Seite 7

Deutsches Terrain

Bundeskanzlerin redet bei Westafrikareise von Investitionen und Bekämpfung von Fluchtursachen. Doch es geht um Märkte für Unternehmen aus der BRD

Christian Selz

Es ist ein gewagter Spagat, den Angela Merkel seit Mittwoch in Westafrika hinlegt. Auf ihrer dreitägigen Dreiländerreise, die am heutigen Freitag, nach Stippvisiten im Senegal und in Ghana, in Nigeria enden soll, versucht die Bundeskanzlerin, die Themenfelder »Bekämpfung von Fluchtursachen« und »wirtschaftliche Entwicklung Afrikas« miteinander zu verbinden. Aus propagandistischer Sicht ergibt das Sinn, Merkel kann so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Dem deutschen Michel wird suggeriert, dass etwas getan werde, damit der Afrikaner künftig zufrieden und hoffnungsfroh daheim bleiben kann. Und der deutschen Wirtschaft werden unter diesem Deckmantel neue Märkte erschlossen. Es könnte so schön sein. Doch Wirtschaft ist nicht Wohlfahrt. In der Realität stehen die Maßnahmen einer souveränen Entwicklung der – von deutscher »Hilfe« heimgesuchten – afrikanischen Volkswirtschaften deshalb eher im Wege, und Fluchtursachen werden so auch nicht bekämpft.

Wie weni...

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