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24.08.2018 / Thema / Seite 12

Ohne Ausweg

Vor einem Jahr löste ein Überfall von Rebellen eine brutale Offensive der myanmarischen Armee aus. 720.000 Rohingya flohen nach Bangladesch. Eine Rückkehr findet bisher nicht statt

Thomas Berger

Es wäre vielleicht eine Meldung gewesen, die schon nach wenigen Tagen im Wirbel neuer Ereignisse auf der geopolitischen Bühne in Vergessenheit geraten wäre: Am 25. August 2017 ereignete sich ein Überfall auf 30 Polizeistationen und ein Armeecamp im Nordwesten von Myanmar. Elf Polizisten und ein Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde starben. Wohl niemand mochte da auch nur ansatzweise geahnt haben, welche weiteren Folgen diese koordinierte Attacke von Mitgliedern einer bewaffneten militanten Gruppe auf mehrere staatliche Einrichtungen haben sollte.

Denn Myanmars Armee, die offiziell »Tatmadaw« genannt wird und während der Militärdiktatur rund ein halbes Jahrhundert direkt herrschte, fackelte nicht lange, sondern holte unbarmherzig zum Gegenschlag aus. Die Offensive wurde in offiziellen Verlautbarungen als »Antwort auf einen terroristischen Angriff« und »Aufspüren der Verantwortlichen« eingestuft. Augenzeugen hingegen sprachen von einem Feldzug, der sich als...

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