24.08.2018 / Inland / Seite 4

Lebensgefährliches Reizgas

Zwei Todesfälle innerhalb von drei Tagen nach Pfeffersprayeinsatz durch Polizei in Hamburg und Hannover

Kristian Stemmler

Wer an linken Demonstrationen teilnimmt, kennt den Giftstoff zur Genüge. Häufig ohne Vorwarnung setzt die Polizei Pfefferspray gegen meist friedliche Demonstranten ein. Jetzt sind in Norddeutschland im Zeitraum von nur drei Tagen zwei Menschen gestorben, nachdem Polizisten diesen Stoff gegen sie eingesetzt hatten.

Nach einem Polizeieinsatz in der Asklepios-Klinik Hamburg-Harburg am Montag hat die Staatsanwaltschaft der Hansestadt mittlerweile ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, wie Sprecher Carsten Rinio gegenüber junge Welt am Donnerstag sagte. Ein 57jähriger war in die psychiatrische Abteilung der Einrichtung gebracht worden und sollte einem Richter vorgeführt werden, der über seine weitere Unterbringung entscheiden sollte. Der Mann habe sich dagegen gewehrt, sich in einem Zimmer verbarrikadiert und – wie Asklepios und die Polizei Hamburg zunächst mitteilten – dort randaliert und sich mit angespitzten Holzstäben bewaffnet. Ein Sprecher des Klinik...

Artikel-Länge: 3896 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe