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20.08.2018 / Ausland / Seite 7

Gespannte Erwartung

In Venezuela gilt ab heute ein neues Währungssystem. In den Tagen zuvor spitzte sich die Lage zu

Modaira Rubio, Caracas

Mit dem heutigen Montag verschwinden in Venezuela fünf Nullen aus den Preislisten. Neue Geldscheine sollen die durch die Hyperinflation der vergangenen Monate wertlos gewordenen Banknoten ablösen und den Weg für eine wirtschaftliche Erholung des südamerikanischen Landes freimachen. 100.000 »alte« Bolívares entsprechen nun einem »Souveränen Bolívar« (Bs.S). Der wird an die Anfang des Jahres eingeführte Kryptowährung »Petro« gekoppelt, die wiederum mit dem Erdölpreis verbunden ist. Der Tauschwert zwischen Bolívar und Petro soll ab Montag täglich von der Zentralbank veröffentlicht werden. Zum Auftakt sollen ein Petro bzw. 3.600 Bs.S umgerechnet 60 US-Dollar wert sein. Der neue monatliche Mindestlohn beträgt einen halben Petro.

Ursprünglich war die Währungsumstellung bereits für den 4. Juni angekündigt worden und es sollten nur drei Nullen gestrichen werden. Dann wurde sie auf den 4. August verschoben, weil sich die Banken nicht in der Lage sahen, die Verteil...

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