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17.12.2002 / Ausland / Seite 8

Neue Bündnisse in Italien

Traditionelle Gewerkschaften und »neue soziale Bewegungen« rücken enger zusammen

Georg Dacher

Ist Italien auf dem Weg vom gewerkschaftlichen zum politischen Klassenkampf? Die Zeichen stehen günstig. Eineinhalb Jahre nach den blutigen Polizeiübergriffen beim G-8-Gipfel in Genua haben am Sonnabend in der norditalienischen Hafenstadt mehrere zehntausend Gewerkschafter und Globalisierungskritiker für eine Aufklärung der damaligen Gewalttätigkeiten demonstriert. Der Unmut der Demonstranten richtete sich gegen die italienische Justiz. Erst vor kurzem wurden einzelne »Gewalttäter«, denen man glaubt, Steinwürfe oder handgreifliche Auseinandersetzungen mit Ordnungshütern nachweisen zu können, formal angeklagt, gleichzeitig jedoch wurde das Verfahren gegen jenen Carabiniere, der den Demonstranten Carlo Giuliani am 20. Juli 2001 erschossen hatte, ebenso formal eingestellt.

Ungewöhnlich und qualitativ neu war die Zusammensetzung des offiziellen Aufruferkreises: neben den gewohnten Gruppierungen aus dem italienischen Sozialforum und den gewerkschaftlichen B...

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