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16.08.2018 / Inland / Seite 5

Lernen für das Kapital

»Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« bemängelt Zustand des Bildungssystems. Kein Problem mit Studien- und Kitagebühren

Nico Popp

In Deutschland ist es seit der Kaiserzeit üblich, dass die besitzende Klasse ihre Auffassungen in grundsätzlichen Fragen über Propagandaausschüsse in die Öffentlichkeit trägt. Einige agile und entschlossene Funktionäre im Hintergrund, ein paar willfährige Professoren auf das Podium – und fertig ist so eine Organisation wie die »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM), deren erklärter Zweck es ist, »Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik« zu liefern. Der Verein ist inzwischen so abgezockt, dass er in das Kleingedruckte seiner eigenen Presseerklärungen hineinschreibt, er werde »von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie« finanziert. Das ist ein ziemlich cleverer Schachzug, denn viele Gegner der INSM finden ja, der als Bloßstellung gedachte Hinweis auf die Herkunft der Geldkoffer sei schon die ganze Kritik dieses Ladens.

Am Mittwoch hatte die INSM in Berlin zur Vorstellung ihres jährlichen Bildungsmonitors geladen. D...

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