16.08.2018 / Inland / Seite 2

»All das soll zerstört werden«

Im Klimacamp bei Erkelenz diskutieren Aktivisten und Anwohner noch bis 22. August über die Erhaltung der Dörfer. Ein Gespräch mit Johanna Winter

Gitta Düperthal

Zum neunten Mal findet das Klimacamp der Braunkohlegegner bei Erkelenz statt, seit 11. August und noch bis zum 23. Im Mittelpunkt steht, weitere Dorfzerstörungen in der Region zu verhindern. Wie wird das diskutiert?

Bisher reisten zu unseren Camps Leute aus ganz Europa an – um den Blick auf globale Umweltschäden zu richten, die durch den Abbau der Braunkohle entstehen. Diesmal wollen wir vor allem den Dialog mit Menschen in der Region führen: Was bedeutet das Abbaggern der Dörfer für die Bewohner? Der Kohlekonzern RWE will Menschen aus Keyenberg, Kuckum, Unterwestrich und Oberwestrich umsiedeln, um den Tagebau auszuweiten. Viele kämpfen darum, in ihren Häusern zu bleiben. Sie wollen nicht umziehen und ihr soziales Umfeld verlieren.

Wie ist aktuell die Lage in den Dörfern?

RWE leitet sogenannte Umsiedlungsprozesse ein. Der Konzern schätzt die Werte der Grundstücke sowie der Häuser darauf und unterbreitet den Bewohnern »Angebote«. Tatsächlich ist er verpfli...

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