13.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kapitulation eines Multis

Südafrikas Einzelhandelsriese Shoprite spielt in Namibia seine wirtschaftliche Stärke aus. Jetzt musste der Konzern vor Widerstand zurückweichen

Georges Hallermayer

Es war eine Kampfansage: »Genug ist genug! Es ist Zeit für die Namibier, die Wirtschaft in eigene Hände zu nehmen«, verkündete Charity Mwiya, Geschäftsführerin der namibischen Industrie- und Handelskammer, im Interview mit der Tageszeitung New Era am 30. Juli. »Wir haben die Wirtschaft für Investoren geöffnet, um Jobs zu schaffen. Aber wenn Pro­bleme hinsichtlich unlauterer Arbeitsbedingungen aufkommen, dann ignorieren dieselben Investoren die Notlage der Beschäftigten. An erster Stelle Shoprite, das keine lokale Produkte kauft und den ganzen Profit nach Südafrika verbringt.«

Shoprite Holdings Ltd. ist die größte Supermarktkette Afrikas. Das Unternehmen mit Sitz in Kapstadt ist auf Expansionskurs. Fast jede Woche wird ein neuer Großmarkt eröffnet, 58 waren es im vergangenen Jahr. Mehr als 35 Millionen Kunden sorgten 2017 für mehr als umgerechnet neun Milliarden Euro Umsatz. 4,1 Milliarden Rand (260 Millionen Euro) wies die Kette als Gewinn aus und zahlte ...

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