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11.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Ein Jahr nach Charlottesville

Knüppel verboten, Gewehre erlaubt: US-Stadt bereitet sich auf neue Auseinandersetzungen vor. Gedenken an Heather Heyer

Knut Mellenthin

Vor dem ersten Jahrestag des Neonaziaufmarsches in Charlottesville an diesem Wochenende haben die Behörden der US-amerikanischen Kleinstadt und des Bundesstaates Virginia den Notstand ausgerufen. Er trat am Freitag in Kraft und gilt noch bis einschließlich Sonntag. Die Anordnungen erlauben unter anderem den Einsatz der Nationalgarde des Bundesstaates, die vorsorglich 700 Uniformierte bereitgestellt hat. Es sollen nur zwei Straßenzugänge in das Zentrum des von knapp 50.000 Menschen bewohnten Universitätsstädtchens geöffnet bleiben. In dieser Zone soll während des Wochenendes eine Vielzahl von Gegenständen verboten sein, unter anderem Schwerter, Äxte, Stangen, Keulen, Explosivstoffe und Feuerwerkskörper, nicht jedoch Gewehre und Pistolen.

In den letzten Wochen wurde berichtet, dass manche Neonazigruppen zum ersten Jahrestag ein erneutes Treffen in Charlottesville planten. Am Ende blieb nur der Initiator des Aufmarsches vom 12. August 2017, Jason Kessler,...

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