10.08.2018 / Inland / Seite 4

Handbewegung nicht geahndet

Prozess in Berlin wegen G-20-Plakats. Freispruch nach unklaren Aussagen von Beamten

Jan Greve

»Zeigen Sie uns mal eine typische Handbewegung.« Mit dem berühmt gewordenen Satz wurden die Gäste in einer früheren Fernsehsendung aufgefordert, ihren Beruf anhand einer kurzen pantomimischen Einlage zu verdeutlichen. An die Quizsendung mit dem Namen »Was bin ich?« erinnerte das Schauspiel, das am Mittwoch nachmittag im Amtsgericht Tiergarten in Berlin aufgeführt wurde. Nur konnten die dort anwesenden Laienschauspieler bei ihrer Darstellung der Zeugen wenig überzeugen.

Weil er im Spätsommer 2017 von drei Beamten des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) dabei beobachtet worden sein soll, wie er angeblich ein Plakat an eine Garageneinfahrt klebte, stand ein junger Mann vor Gericht. Bei dem Plakat handelte es sich um einen allgemeinen Aufruf zu Widerstand im Nachklang der Proteste während des Hamburger G-20-Gipfels im vergangenen Jahr. Im Vorfeld hatte das Internetportal »de.indymedia.org« über die Ermittlungen in Berlin berichtet. Demnach sei in der Anklagesc...

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