10.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Auftrag: Eine Welt ohne Hunger und Krieg«

Über die Erfolge von 1968 wird viel gesprochen. Über die Niederlagen kaum. Ein Gespräch mit Klaus Jünschke

Markus Bernhardt

Zum 50. Jubiläum des Entstehens der antiautoritären Bewegung 1968 äußern sich aktuell viele Zeitzeugen. Was bleibt für Sie von der 68er-Bewegung übrig?

Der Auftrag: eine Welt ohne Hunger und Krieg. Die Aufgabe, der sich die antiautoritäre Protestbewegung stellte, hat Rudi Dutschke im Dezember 1967 in einem Interview formuliert: »Wir können eine Welt gestalten, wie sie die Welt noch nie gesehen hat, eine Welt, die es auszeichnet, keinen Krieg mehr zu kennen, keinen Hunger mehr zu haben, und zwar in der ganzen Welt. Das ist unsere geschichtliche Möglichkeit.«

Wird heute nicht nahezu vollständig ausgeblendet, dass die 68er vor allem auch eine antikoloniale und antiimperialistische Bewegung waren?

Ja, es gibt Interviews zu ’68, in denen nicht einmal Vietnam vorkommt. Der Soziologe Heinz Bude hat neulich in der Taz auf die Frage »Was war ’68?« geantwortet: »Ein Gefühl, das Millionen nicht nur angehender Akademiker erfasst: Man kann durchstarten, ohne zu wissen...

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