06.08.2018 / Inland / Seite 5

Flucht vor der Verantwortung

Konzerne verlassen »Textilbündnis«. Grund: Firmen müssen belegen, was sie für bessere Arbeitsbedingungen bei Zulieferern tun

Bernardo Cantz

Der Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikkomplexes in Bangladesch ist vielen noch in Erinnerung. Bei dem Unglück vor fünf Jahren starben mehr als 1.100 Beschäftigte, zumeist Frauen. 2.400 weitere wurden damals verletzt. Für Kirsten Brodde, Textilexpertin von Greenpeace, stellte die Katastrophe im Rückblick einen Wendepunkt dar, der die Modewelt verändert hat. »Man konnte plötzlich sehen, wie skandalös die Produktionsbedingungen in der Textilindustrie waren. Danach war es nicht mehr möglich, einfach wegzugucken«, so Brodde am 18. Juli im Magazin des Unternehmens »Greenpeace Energy«.

Tatsächlich hatte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nach der Katastrophe ein »Bündnis für nachhaltige Textilien« ins Leben gerufen, durch das die häufig erbärmlichen Arbeitsbedingungen verbessert, giftige Chemikalien aus den Fabriken verbannt und für auskömmliche Löhne gesorgt werden sollte. Dieses »Textilbündnis« gerät nun allerdings in Bedrängnis, meldete das Handelsblatt...

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