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27.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Diese Politik ist ein Verbrechen«

Homophobie und Ausgrenzung sind längst nicht überwunden. Ein Gespräch mit Michael Zgonjanin

Interview: Markus Bernhardt

Sie sind der Initiator des ersten Kölner Christopher Street Day (CSD) 1979 und engagieren sich mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten in der schwulen Community. Nachdem der strafrechtsparagraph 175 endgültig abgeschafft und die »Ehe für alle« im letzten Jahr vom Bundestag beschlossen wurde, dürften Schwule und Lesben ja alles erreicht haben, oder?

Die Ehe für alle ist nichts anderes als die Erfüllung des Versprechens der bürgerlichen Demokratie: Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Es ist für Menschen mit nichtheterosexueller geschlechtlicher oder sexueller Orientierung das, was für andere Menschen das Ende der Sklaverei, die Anerkennung der Bürgerrechte oder das Frauenwahlrecht war. Doch sowenig das Ende der Sklaverei und die Erfolge der Bürgerrechtsbewegung den Rassismus beendet haben, sowenig sind Gleichstellung und Ehe für alle das Ende von Homophobie und Ausgrenzung.

Für uns als linke Aktivisten in den Bewegungen der 1970er und 80er Jahre war di...

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