24.07.2018 / Titel / Seite 1

Krieg der Worte

US-Präsident Trump will Irans Ölexport zum Stillstand bringen. Konflikt um die Meerenge von Hormus

Knut Mellenthin

Donald Trump verschärft den Wortkrieg gegen den Iran. Direkt an seinen Amtskollegen Hassan Rohani gewandt, twitterte der US-Präsident am Montag in Großbuchstaben: »Drohen Sie den Vereinigten Staaten niemals wieder, oder Sie werden Konsequenzen erleiden, wie sie in der Geschichte nur wenige jemals zuvor erlitten haben. Wir sind nicht länger ein Land, das sich Ihre wahnsinnigen Worte aus Gewalt und Tod gefallen lässt. Seien Sie vorsichtig!«

Trumps Drohung bezog sich offenbar auf eine Rede, die der iranische Präsident am Sonntag vor den Leitern der Auslandsvertretungen seines Landes gehalten hatte. Rohani hatte gesagt: »Irans Militärmacht dient der Abschreckung. Wir führen gegen niemand Krieg. Aber die Feinde müssen verstehen, dass Krieg mit dem Iran die Mutter aller Kriege ist und dass Frieden mit dem Iran die Mutter allen Friedens ist.«

»Die Mutter aller Kriege« ist eine Formulierung, die der irakische Staats- und Regierungschef Saddam Hussein im Januar 19...

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