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23.07.2018 / Ausland / Seite 8

»Der Euro dient der Unterwerfung der Schuldner«

Portugal: Koalition von Sozialisten, KP und Linksblock diskutiert Austritt aus dem EU-Währungsverbund. Gespräch mit Louçã

Benat Zaldua

Seit knapp drei Jahren unterstützt der Linksblock (BE) zusammen mit der Kommunistischen Partei, die sozialdemokratische Minderheitsregierung in Portugal. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Es waren drei gute Jahre. Das bestätigen auch die Meinungsumfragen, die der Regierung eine große Popularität bescheinigen. Die Erklärung dafür ist: Sie hat sich nicht gescheut, die Löhne direkt und indirekt zu erhöhen. Die Arbeitseinkommen werden geringer besteuert, Privatisierungen beendet. Trotz der sehr positiven Wahrnehmung der Öffentlichkeit bestehen zwischen den drei Parteien der Parlamentsmehrheit starke Spannungen, was Themen wie Bildung oder eine Reform des Arbeitsrechts anbelangt.

Wieso ist 2015 plötzlich eine solche Kooperation möglich geworden?

Alle Parteien standen unter großem Druck ihrer Wähler. Die hätten es nicht verstanden, wenn der Partido Socialista, PS, Kommunisten und andere Linke weitere vier Jahre eine Koalition der Rechten und der Troika aus EU, ...

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