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23.07.2018 / Ausland / Seite 7

Immer mehr Flüchtlinge interniert

Mit »Erfolgen« der sogenannten libyschen Küstenwache wächst Zahl der Gefangenen

Knut Mellenthin

Die international anerkannte, aber nur einen Teil des Landes beeinflussende libysche Regierung will keine EU-Flüchtlingslager beherbergen. Bild zitierte den in der Hauptstadt Tripolis residierenden Ministerpräsidenten Fajes Al-Sarradsch am Freitag mit der Aussage: »Nein, das wird es bei uns nicht geben. Wir sind absolut dagegen, dass Europa ganz offiziell bei uns illegale Migranten unterbringen will, die man in der EU nicht haben möchte. Wir werden auch keine Deals mit Geld mit der EU machen, um illegale Migranten aufzunehmen.«

Sarradsch bezog sich damit auf die von der EU geplanten Aufnahmezentren in Nordafrika und anderen Teilen des Kontinents, in denen dann Asylanträge entschieden werden sollen, ohne dass die Betroffenen die Chance bekommen, Europa zu betreten und Gerichte anzurufen. Indessen leben aber jetzt schon nach Schätzungen von UN-Stellen ungefähr 660.000 ausländische Flüchtlinge, mehrheitlich ohne stabile Unterkünfte, auf libyschem Boden. Das ...

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