23.07.2018 / Ausland / Seite 6

Assange in Gefahr

Gerüchte über die Auslieferung des Wikileaks-Gründers aus ecuadorianischer Botschaft in London verdichten sich

Volker Hermsdorf

Wikileaks-Gründer Julian Assange muss um sein Botschaftsasyl in London bangen. Wie britische und internationale Medien am Wochenende meldeten, könnte Ecuador ihn bereits »in den nächsten Tagen oder in wenigen Wochen« an die Behörden übergeben. Er müsste dann fürchten, von Großbritannien an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm eine lange Haftstrafe droht. Anlass für die aktuellen Spekulationen ist eine Europareise des ecuadorianischen Präsidenten Lenín Moreno. Der im Rollstuhl sitzende Staatschef des südamerikanischen Landes ist am Wochenende in London eingetroffen, wo er nach offizieller Darstellung des Außenministeriums ab dem heutigen Montag an dem »Global Disability Summit« teilnehmen will. Tatsächlich dürfte es ihm – wenn auch inoffiziell – zudem um eine »Lösung im Fall Julian Assange« gehen.

Der Wikileaks-Gründer hatte 2012 in der diplomatischen Vertretung um Asyl gebeten und lebt seitdem in dem Botschaftsgebäude. Ecuadors damaliger linker Präsi...

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