20.07.2018 / Sport / Seite 16

Der Schrecken aus dem Dummensumpf

Unter aller Golatschenkanone: Ein Rückblick auf die Pein des WM-Journalismus. (Teil 2 und Schluss)

Jürgen Roth

Ein Gespenst ging um im deutschen Fernsehen, wieder einmal, ein Sprachgespenst. Noch im Blick zurück im Zürnen »verliert man die Philosophie« (Afrikafußballauskenner Lutz Pfannenstiel), »weil die Tiefe nicht funktioniert« (Claudia Neumann) und man so was zu perzipieren genötigt wurde: »Wir gucken uns ein Stück weit mehr Uruguay an.« – »Und dann ist das die Kettenredaktion von Uruguay.« – »Der rechte Fuß wird zumindest zugestellt«, doch »er versucht die Position zu laufen«. »Ob’s« daher – und in Anbetracht der »schweren Köpfe« (Matthias Suboptiopdenhövel) – »’ne Hoffnung gibt?«

Geduldige Leser, verstehen Sie uns bitte nicht falsch! »Das sind alles Fakten, die sind belegbar.« (Opdenhövel) Der Schwachsinn, er ist obligat geworden. Worst never burst. Sie werfen uns, bemüht und neuerungssüchtig sklerotische Komposita und Nonsensneologismen zusammenschraubend, die Originalität signalisieren möchten, »Magnetspieler« und »Zielspieler« vor die Ohren, als sei de...

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