20.07.2018 / Ausland / Seite 7

Ende der Illusionen

Linke muss die Konfrontation suchen: Freilassung von Lula da Silva kann nur auf Brasiliens Straßen erkämpft werden

Peter Steiniger

Seit mehr als 100 Tagen sitzt Brasiliens früherer Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bereits unschuldig im Gefängnis der Bundespolizei in Curitiba in Einzelhaft. Genauso lange protestieren dort rund um die Uhr seine Anhänger mit einer Mahnwache. Zu den politischen Vorgängen im Land kann sich Lula nur per Brief äußern, die Vorsitzende seiner Arbeiterpartei (PT), Gleisi Hoffmann, tritt in der Öffentlichkeit als seine Sprecherin auf.

Ihre Doppelrolle füllt die Senatorin für den südlichen Bundesstaat Paraná, die erst im April 2017 an die Spitze der größten Linkskraft Lateinamerikas rückte, leidenschaftlich und überzeugend aus. Die Zugkraft, die Lula bei Auftritten überall im Riesenland bewies, ist durch andere Köpfe aus dem linken Lager derzeit nicht zu ersetzen. Doch es gibt in den Reihen der PT weitere fähige und erfahrene Politiker, wie Bahias Exgouverneur Jaques Wagner oder Fernando Haddad, den charismatischen früheren Bürgermeister der Metropole São Pau...

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