19.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Einziger Ausweg: Dialog

Drei Monate Gewalt, mehr als 200 Tote in Nicaragua: Das Land ist in kürzester Zeit im Chaos versunken

Giorgio Trucchi, Managua

Bis zum 18. April galt Nicaragua als das wohl sicherste und stabilste Land in Mittelamerika. Die Wirtschaft wuchs, Sozialprogramme trugen zu einem spürbaren Rückgang der Armut bei und garantierten den allgemeinen Zugang zur Grundversorgung. Die Polizei war tief verwurzelt in der Gesellschaft und garantierte die öffentliche Sicherheit. Wie konnte es dazu kommen, dass Nicaragua in weniger als 72 Stunden von einem solchen Beispiel für sozialen Frieden zu einem Land wurde, das im Chaos versinkt und dessen Regierung plötzlich als blutige Diktatur gilt, deren Polizei gnadenlos die Bevölkerung niedermetzelt?

Nicaragua lässt sich nicht einfach verstehen, denn es ist das Ergebnis einer sehr komplizierten Geschichte. Es ist eine Geschichte voller Polarisierung, voller Invasionen, ausländischer Besatzungen, räuberischer Oligarchien und lange herrschender Familien- und Militärdiktaturen. Und es ist eine Geschichte der Rebellion, der Volksaufstände und des Nie-Aufgebe...

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